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Freiberuflicher Fernsehjournalist, das klingt nach weiter Welt, Glanz und Glamour, aber auch nach armen Scheinselbstständigen, die austauschbar im Hintergrund die Drecksarbeit machen. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen - und ich persönlich habe dabei auch noch Glück gehabt
Klar ist: Egal welche Geschichte ich wichtig finde, ich muss eine Redaktion finden, die sie ebenfalls wichtig findet und senden will. Da gibt es durchaus unterschiedliche. Allerdings nimmt die Zahl der Sendeplötze für klassische Magazinbeiträge mit politischen Inhalten durchaus ab. Aber noch gibt es da einige ! Wenn jemand behauptet, Klimawandel sei ein Fake, dann kenne ich die jahrzentelange Geschichte der Klimaforschung, ihre Arbeitsweise und Akteure zu gut, um einen solchen Angriff ernst zu nehmen. Die größten und reichsten Konzerne der Welt haben viel Geld investiert, um so einen Unsinn irgendwie in die Welt zu setzen und Demagonen nutzen bis heute solche Pseudowissenschaft gerne. Ich werde es in den meisten Berichten nicht mal erwähnen.
Sind meine Berichte dann wirklich 'unabhängig und ausgewogen'? Natürlich habe ich, wie jeder Mensch und auch Autoren, eine persönliche Sicht der Dinge, die mein Denken beeinflusst. Aber nicht nur ich, auch die allermeisten Redaktionen haben den Anspruch, eigene Meinung zu hinterfragen, während einer Recherche bewusst auch mit Menschen zu sprechen, die das ganz anders sehen und andere Fakten wichtig finden. Und deren Sicht MUSS im Beitrag deutlich werden. Allerdings unter einer Bedingung: Wenn jemand offensichtlich Unsinn erzählt, wenn seine vermeintlichen Fakten keine Fakten sind, dann KANN man das thematisieren - aber meistens ist die Zeit dafür zu schade, denn Sendezeit ist immer zu knapp.
...mehr dazu, Beispiele:
Wenn jemand erklärt, man müsse wieder in Kernkraft investieren, damit Strom wieder preiswerter werde... Ja, das thematisiere ich gelegentlich. Aber dann immer mit dem Hinweis, dass auch der französische Rechnungshof längst mehrfach veröffentlich hat, dass neue Atomkraftwerke die mit Abstand teuerste Form der Stromerzeugung darstellen und nur durch massive Subvention durch den Staat (und dadurch hervorgerufene Staatsverschuldung) für den Stromverbraucher bezahlbar wird. Und das schreibt nicht nur der französische Rechnungshof, sondern ziemlich jede seriöse Studie die global dazu erschienen ist. Falls hier jemand meint, ich unterschlage böswillig die neuen Chancen der neuen kleinen Mini-Reaktoren: Bis heute ist noch jeder, der so etwas bauen wollte krachend gescheitert. Es war doch viel zu teuer! Ähnlich wie Kernfusion wird das nur vielleicht und in ferner Zukunft klappen. Da kann und soll man gerne weiter forschen, meinetwegen auch Prototypen bauen. Zur Energieversorgung sind solche Mini-AKW bis auf weiteres, laut allen mir bekannten Brancheninsidern, keine ernst zu nehmende Option. Insofern kann und werde ich sie in den meisten Berichten zur Energiepolitik nicht erwähnen.
Insofern: Nein: In meinen Berichten werden nicht immer alle Sichtweisen gleichberechtigt dargestellt. Einfach weil manche Sichtweise so faktisch falsch ist, dass man die Richtigstellung ja auch noch senden müsste. Insofern: Ausgewogen zu berichten bedeutet nicht, dass man jeden Unsinn erzwähnen muss, nur weil irgend ein Politiker oder Demagoge ihn behauptet. ABER: Wenn es berechtigte Einwände gibt, seriöse Studien, die zu ander Ergebnissen kommen als der Mainstream.... DANN sehe ich es als meine Pflicht, auch darüber zu berichtetn, selbst wenn es nicht in meine persönliche Weltsicht passt.
Einige meiner Arbeiten wurden durch Fernsehpreise ausgezeichnet. Bei genauer Betrachtung gilt wohl auch da: Aller guten Dinge sind zwei :-)
1996: Fernsehpreis der NGG für 'Biolebensmittel', 'Dschungel'
2005: Christopheruspreis für Plusminus: 'Arbeitsbedinungen von Speditionsfahrern'.
2009: Fernsehpreis der PSD-Bank für Plusminus: 'Riskante Credit Default-Swaps'.
2011: Deutscher Wirtschaftsfilmpreis für Plusminus: 'eine neue Währung?'.
2013: Deutscher Wirtschaftsfilmpreis für Plusminus: 'Schattenbanken'.
2013: Journalistenpreis "unendlich viel Energie" für Markt-Scanner 'Teurer Ökostrom?',
2015: Journalistenpreis des DDV für Plusminus: 'Schattenbörsen'.
2016: Journalistenpreis des DDV zusammen mit Thomas Becker, Cornelia Uebel und Peter Kopppe für die Dokumentation 'Banken unter Kontrolle'
2018: Medienpreis Mittelstand für die Dokumentation 'Story: Ab in die Steueroase'
2023: Medienpreis Mittelstand Nordost für Plusminus: 'Vom Regen in die Traufe? Energie: Neue Abhängigkeiten
Wie ich zum Fernsehen kam: Schon in meiner Jugend träumte ich davon, Spielfilme zu drehen. Dank einer hervorragend ausgestatteten Schule und eines kompetenten Lehrers konnte ich bereits im Gymnasium intensive Erfahrungen mit dem Medium Film machen. So hatte ich schon als junger Mann ein umfangreiches Euvre von Super-8 und 16mm Filmen produziert. Ein einjähriges Praktikum in den Bavaria-Filmstudios, erste Erfahrungen als Produktionsleiter von Low-Budget Produktionen und als Hilfskraft in großen Fernsehproduktionen führten mich Mitte der 80er Jahre nicht in eine Universität sondern sehr früh zu praktischer Arbeit als Kameramann und Cutter in journalistischen Fernsehproduktionen. Dabei brach mein politisches und naturwissenschaftliches Interesse durch und ich begann als Ferhsehautor für den WDR zu arbeiten. Ich hatte das Glück, noch in die goldenen öffentlich-rechtliche Zeit zu geraten, schon nach wenigen Jahren mit einer ZDF-Reportage über das Ozonloch 19 Prozent Einschaltquote zu erreichen.... und bin nun seit mehr als 35 Jahren dabei.
Das Fernsehen wandelt sich. Auch Journalismus wird heute schneller, billiger produziert. Oft fehlt Zeit für Recherche. Manches, was heute über den Schirm flimmert ist eher PR als Journalismus. Oft auch Schwafelei. Qualität wird noch immer überwiegend von öffentlich-rechtlichen Anstalten geboten und so bin ich froh, für den WDR und andere ARD-Anstalten arbeiten zu können. In meiner Arbeit standen zunächst ökologische Themen im Vordergrund. Besonders spannend finde ich seit jeher die Nahtstelle zwischen Ökologie und Ökonomie. Seit Anfang der 200er Jahre die Abteilung 'Ökologie und Wissenschaft' des WDR aufgelöst wurde liegt mein Arbeitsschwerpunkt bei den Wirtschafts- und Politik-Redaktionen, insbesondere ARD Plusminus und WDR markt. Das bringt neue Themen mit sich. Erneuerbare Energie, Erdgaspreise, und die Energiewende bilden noch immer einen wesentlichen Arbeitsschwerpunkt. Seit 2008 habe ich mich aber auch intensiv in Themen rund um die Finanz- und Eurokrise eingearbeitet. Gelegentlich ergaben sich auch Magazinstücke für andere Sendeplätze wie ARD Monitor oder WDR-Service-Zeit bis zum ARD-MORGENMAGAZIN. Neben klassischen Magazinstücken produziere ich zunehmend auch längere Filme. Angefangen von einigen Ausgaben der ARD-Serie 'Markencheck' bis zu den ARD-Flaggschiffen ARD Exklusiv oder Die Story, teilweise aber auch eigenständige Dokumentationen
Meine Arbeit umfasst Recherche, Realisation und ggf. auch Produktion von Magazinbeiträgen aller Art, aber auch 20 minütige Specials, bis zu 60 minütigen Dokumentationen und zwischendurch sogar einer Serie journalistister 'Liveshows'. Zusätzlich gestalte ich auch journalistische Internet- Angebote. Ich arbeite als freier Mitarbeiter oder gelegentlich auch in Auftragsproduktionen. Dabei will ich nicht von einem einzigen Auftraggeber abhängig sein und bin daher für interessante Aufträge immer empfänglich.