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Energiewende und Energiepolitik: Hintergründe zu Strompreisen, Gas & Erneuerbaren

Die Energiewende ist mittlerweile Realität - von manchen vemehemt bekämpft aber kaum noch aufzuhalten. Als ich Ende der 80er Jahre mit Recherchen und Fernsehberichten zum Thema Energiepolitik begann, teilten sich Atom- und Kohlekraftwerke noch einträglich den Markt, galt regenerative Stromerzeugung, ja selbst Kraft-Wärme-Kopplung weithin als Spinnerei. Ich habe diese Themen seit Jahrzehnten bearbeitet und auf meiner Homepage gesammelt. Je weiter man nach unten scrollt desto weiter zurück führt die Zeitreise


Großes Kohlekraftwerk

Januar 2025 Dunkelflaute - warum Strom dabei wirklich teuer wurde.

Im Dezember 25 explodierten für einige Tage die kurzfristigen Börsenstrompreise. Kein Wind, kaum Sonne – und so wenig Kraftwerke am Netz, dass Deutschland in bislang kaum gekannter Menge Strom aus dem Ausland importieren musste. Zu wirklich extrem hohen Preisen. Riskieren wir mit der Energiewende den Blackout? Ruiniert sie nun unsere Preise?

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Prompt wurden Forderungen laut, wir sollten unsere alten AKW schnellstmöglich wieder ans Netz holen. Der viel zu schnelle Ausbau erneuerbarer Energie zeige nun, wie teuer er wirklich sei – zu teuer. Wenn man sich die genauen Daten der Stromerzeugung während der Dunkelflaute betrachtet, kann man sich nur verwundert die Augen reiben. Ja, da ist einiges schief gelaufen – aber ganz anders, als meistens behauptet..
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Der größte wirkliche Blackout, den es Bundesweit gab, eigentlich sogar Europaweit, fand im November 2006 statt. Er hatte mit Solar- oder Windstrom rein gar nichts zu tun. Er wurde als Panne beim Transport eines Schiffes erklärt. Ich hatte damals für markt die wirkliche Ursache des Blackouts rekonstriert. Sparsamkeit bei e.on.
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Eisbrechender LNG-Tanker

November 2024: Erdgas aus Russland.

Dank jeder Menge LNG-Terminals kommt Erdgas nun per Tankschiff aus aller Welt, nicht mehr aus Russland. Wirklich nicht ?

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Die Preise haben sich spürbar beruhigt. Wir finanzieren nicht mehr die russische Kriegswirtschaft. Wir sind von Putin unabhängig. Aber was heißt wir? Deutschland? Stimmt, zu uns kommt kein russisches Gas mehr. Im Rest von Europa sieht das ganz anders aus, ist Russland noch immer einer der wichtigsten Gaslieferanten. Warum kann oder will Europa das nicht ändern? (VIDEO ansehen)

Dicker roter Knopf für Minister ;-)

Oktober 2024: Warum Waermepumpen zu teuer sind!

Nicht falsch verstehen: Im Betrieb sind Wärmepumpen in fast allen Fällen günstiger als Gas- oder Ölheizungen. Und in den meisten Gebäuden lassen sie sich – entgegen anderslautender Propaganda – auch ohne größere Umbauten problemlos installieren. Aber der Tausch einer Gasheizung gegen eine Wärmepumpe ist in Deutschland etwa doppelt so teuer wie in Nachbarländern. Warum?

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Die Geräte selbst sind in der Anschaffung auch bei uns nur wenige tausend Euro teurer. In Deutschland sind Normen und Vorschriften beim elektrischen Anschluss aufwendiger, zusätzlich werden Wirkungsgradnachweise und ein hydraulischer Abgleich gefordert. Doch das allein erklärt den Preisunterschied nicht. Warum bleibt also ausgerechnet in Deutschland die Anschaffung wegen wirklich extrem hoher Preise trotz Förderung oft unrentabel? Ich habe das an einem Beispielhaus untersucht – und zwei Gründe gefunden. (VIDEO ansehen)

Biogasanlage

September 2023: Biogas muss besser werden!

Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen gilt als sinnvoll. Neben Wind- und Solarstrom spielt Strom aus Biomasse eine wichtige Rolle, weil er rund um die Uhr verfügbar ist. Ähnlich wie aus Kohle und Gas. Und es ist klimafreundlich. Oder? Leider nicht immer?

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Bei der Verbrennung von Biogas entsteht nur so viel Kohlendioxid, wie die Pflanzen vorher aus der Luft aufgenommen haben. Biogas ist also weitgehend klimaneutral. Doch es gibt ein Problem: Das erzeugte Methan ist ein vielfach stärkeres Treibhausgas als CO2. Deshalb sollten Biogasanlagen dicht sein. Viele sind es aber nicht – und das sollte sich schnell ändern. (VIDEO ansehen)

Abendrot über Köln

Mai 2023: Strompreis JoJo!

Gut ein Jahr nach Beginn der Ukraine-Krise fallen die Strompreise an der Börse wieder. Gut so. Leider merken die meisten Kunden davon noch nichts. Die Endkundenpreise fallen sehr viel langsamer. Warum können Endkunden den Strom nicht einfach auch zu Börsenpreisen kaufen? Die dazu n¨tigen Smartmeter, bei EU-Nachbarn lange schon Standard sind bei uns noch nicht etalbliert - aber es gibt inzwischen Möglichkeiten:

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So schnell kann es gehen: Strom wird an der Börse wieder deutlich billiger. Auch ohne AKW haben wir mehr Kraftwerke als wir brauchen, Wind- und Sonne liefern viel. Gas, das in Kraftwerken trotzdem noch gebraucht wird, dank extrem schnell gebauten (zu vielen) LNG-Terminals auch wieder bezahlbar. An der Strombörse ist die Krise vorbei. Und da gibt es inzwischen Angebote, deren Preis direkt an Börsenpreise gekoppelt ist. Das kann auch mal teuer werden, ist aber unglaublich transparent und bei entsprechenden Anbietern fair. Erst recht, wenn der Preis zur Not sogar ohne Smartmeter stündlich abgerechnet wird und größere Verbraucher in billige Zeiten mit viel Solar- und Windstrom verlagert werden können. Wie das geht, wer das anbietet: in PLUSMINUS. (VIDEO ansehen)

Bild: entkernter Plattenbau

Bezahlbare Altbauten mit geringem Energiebedarf

Wärmepumpen sind für die meisten Gebäude heute die langfristig wirtschaftlichste Form des Heizens, Es gibt aber Gebäude bei denen das schwierig umzusetzen ist - und gerade für Mehrfamilienhäser eine spannende Alternative

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Der Großteil der Wohnungen in Deutschland befindet sich in älteren Häusern, mit viel zu hohem Heizenergiebedarf und entsprechend teuren Nebenkosten. Energetische Sanierung ist teuer. Danach steigen die Mieten oft deutlich und es gibt trotzdem noch unangenehme Heizkostenabrechnungen und steigende Stromkosten. Der Pionier der energieautarken Häuser, Timo Leukefeld, über dessen Arbeit ich schon mehrfach berichtet habe, will das nun ändern. Mit einem neuen Konzept zur Altbausanierung und Pauschalmiete. Strom und Heizkosten sind ohne Verbrauchsabrechnung in der Miete enthalten. Wie das funktioniert, für Mieter preiswert aber auch für Hausbesitzer lukrativ sein kann, habe ich in WDR markt gezeigt, wiederholt in der Servicezeit! (VIDEO ansehen)

Bild: Minister Habeck in Brüssel

Oktober 2022: STROMPREISBREMSE?

Strom wird deutlich teurer, obwohl die Erzeugungskosten in den allermeisten Kraftwerken, mit Wind, Sonne oder auch Braunkohle, gar nicht steigen. Es gibt Überlegungen die Strompreise zu 'deckeln', es fragt sich, wie das gehen soll. Vielleicht müsste man die Mechanismen des Stromhandels überdenken?

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Preisbildung an der Börse orientiert sich ich an Angebot, Nachfrage und vor allem dem Preis der jeweils teuersten Kraftwerke. Darüber habe ich nun schon mehrfach berichtet. Es geht um den 'Merrit Order Effekt'. Teilweise entstehen durch ihn extreme Gewinne bei den Betreibern einiger Kraftwerke. Wirtschaftsminister Habeck will nach dem Gas- nun auch den Strompreis deckeln. Aber nicht an der Börse, dort soll der Markt weiter laufen wie bisher. Was aber bedeuten die hohen Börsenpreise für Privatkunden, Gewerbe und Industrie? Wie teuer wird Strom für Sie demnächst werden? Was will man in Berlin und Brüssel dagegen tun? Und was hat das alles mit französischer Atomkraft zu tun? Antworten auf diese Frage, Mitte Oktober in Plusminus. (VIDEO ansehen)

Bild: Hochspannungsschalter

August 2022: SKANDALFILM über Windräder!

Wie konnte ich es wagen! Ich habe die Windkrafthersteller kritisiert. Manch einer interpretierte den Film so, dass Windräder ähnlich klimaschädlich sind wie Kohlekraftwerke. Das ist natürlich Unsinn. Aber es gibt da wirklich ein Problem, das gelöst werden sollte

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Denn sie sind eben nicht so klimafreundlich wie sie sein könnten. Es geht um SF6, den mit Abstand klimaschädlichsten Stoff, den es gibt. Und der steckt in elektrischen Schaltanlagen für Hoch- und Mittelspannung. Zum Recycling gibt es keine Gesetze, nur Selbstverpflichtungen, für deren Einhaltung die Hersteller aber nicht verantwortlich sind – staatliche Kontrolle: Fehlanzeige! SF6 steckt nicht nur in Windrädern. Aber in fast allen Anwendungen ist er mittlerweile verboten oder wird ersetzt. In allen Branchen? Nein! Eine einzige Branche – die Windkraft – weigert sich. Sie behauptet, es gäbe keine Alternative. Das ist schlicht falsch. Stattdessen wird Lobbyarbeit betrieben, um Verbote zu verzögern. Der Protest war groß – aber Probleme müssen benannt werden. (VIDEO ansehen)

Bild: Solarzellen in Produktionsanlage

Mai 2022: Vom Regen in die Traufe?

Von russischem Gas unabhängig werden – das ist das Ziel. Schnellerer Ausbau erneuerbarer Energien – das soll der Weg sein. Leider ist er teuer - was daran liegt, das nach jedem Regierungswechsel wieder eine andere Richtung eingeschlagen wurde. Und manchmal wurde da etwas, das gerade aufgebaut wurde wieder kaputt gemacht. Droht das auch jetzt wieder?

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Tatsächlich haben die Irrungen und Wirrungen der bisherigen Energiepolitik dazu geführt, dass viele deutsche Hersteller verschwunden sind und wir auch hier stark von Importen abhängig sind – vor allem aus China. Wie kann man dafür sorgen, dass Anlagen zur Erzeugung von grünem Strom künftig wieder verstärkt aus Deutschland oder Europa kommen? (VIDEO ansehen)

Grafik: Bohrturm und Bohrung

Fracking als Lösung?

Russisches Erdgas fällt weg, LNG wird auf jeden Fall teurer, da klingt es erst mal richtig, wenn jemand erklärt, wir sollten doch das in Deutschland noch vorhandene Erdgas endlich fördern. Das allerdings klingt einfacher als es ist:

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Noch bevor ernsthaft die Debatte aufflammte, man müsse der kriegsbedingten Energiekrise mit länger laufenden Atomkraftwerken lösen, kam aus Bayern die Idee, man solle doch auch in Deutschland mit der umstrittenen Methode des Frackings Erdgas aus dem Boden pressen. Natürlich gäbe es entsprechende Vorkommen nur in Norddeutschland. Aber würde uns das kurzfristig überhaupt helfen? (VIDEO ansehen)

Bild: Windrad und Kohlekraftwerke

Frühjahr 2022 Designfehler im Strommarkt treibt Preise

Erdgas hat bei der Stromerzueung in Deutschland einen Anteil von nur 16%. Es ist daher irgendwie schon rätselhaft, warum ein Anstieg der Gaspreise auch die Börsenstrompreise so massiv nach oben treibt.

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Der Grund liegt in der Art, wie die Strombörse funktioniert – dem Merit-Order-Effekt. Das beschert den Kraftwerksbetreibern Milliardengewinne auf Kosten der Verbraucher. In Plusminus habe ich das im März 2022 erstmals thematisiert.
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Im July habe ich dann nocheinmal nachgelegt und dabei noch etwas neues entdeckt: Der angeblich so billige französische Atomstrom ist ein weiterer Grund, warum bei uns die Strompreise explodieren.
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Bild: Windrad

Dezember 2021: Mehr Fläche für den Wind:

Es gibt Menschen, die wollen keine Windräder, weil sie Symbol der bösen Energiewende sind. Andere finden sie einfach häßlich (sind Kühltürme oder Tagebaue schöner?), Andere haben sogar Angst vor Ihnen. Darum gilt auch poilitisch noch meist das Sankt-Florians-Prinzip.

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Die Energiewende wird von fast allen politischen Parteien propagiert, der Ausbau der erneuerbaren Energien hinkt aber weit hinter dem zurüük, was dafür nötig wäre. Die neue Ampel-Koalition will das nun ändern. Mehr Solarstrom, mehr Windenergie!. Da gibt es nur ein Problem: Es gibt Menschen, die wollen kein Windrad vor der Haustür stehen haben. Und um es sich mit denen nicht zu verscherzen, haben vor allem konservativ regierte Länder längst Regeln erlassen, mit denen der Bau von Windrädern nur noch an zu wenigen Plätzen möglich ist. Wie will die neue Regierung das ändern? Und was sagen die Landesregierungen dazu, die bisher auf der Bremse stehen? (VIDEO ansehen)

Bild: RWE Kraftwerke

RWE und die wahren Ökostromer.

Wenn man die Werbung sieht, ist RWE längst ein %Ouml;kostrom-Unternehmen. Und ja, verglichen mit früheren Jahrzehnten hat sich der Konzern massiv gewandelt. Die wahren &Oouml;kostromer sitzen aber in anderen Firmen und RWE hat noch viel Strukturwandel vor sich.

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Der Ausstieg aus Atomkraft ist fast vollzogen, der Ausstieg aus der Kohle hat begonnen, Strom aus erneuerbaren Energien deckt gut die Hälfte des deutschen Bedarfs. Die Energiewende scheint auf dem Weg und auf seiner Homepage und in der Werbung ist selbst der größte deutsche Stromkonzern ergrünt. Doch die wahren Pioniere des Ökostroms, die seinen Ausbau vorantreiben, sitzen anderswo, stören das Idyll früherer Strommonopol, Dabei scheint die Bundesregierung den großen Konzernen beim Erhalt ihrer Vorrangstellung behilflich zu sein. Das zeigte ich in WDR markt. (VIDEO ansehen)

Dächer von Berlin

Juli 2020: Bremsen beim Solarstrom

Die Energiewende steht auf der politischen Agenda ganz vorne – sagt die derzeitige große Koalition – und drückt, wenn es um den Ausbau der Solarenergie geht, ganz heftig auf die Bremse.

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Viele absurde Hemmnisse, Bürokratie, technische Regeln. Und der absurde Fall, dass eine Firma, die eine Solaranlage komplett selbst finanziert und ohne jede Netzeinspeisung den Strom selbst verbraucht, im Extremfall trotzdem 7 Cent je Kilowattstunde an den Netzbetreiber abführen soll. EEG-Umlage. Die verdoppelt damit annähernd den Preis für Solarstrom. Das zuständige Bundeswirtschaftsministerium begründet das so: Wer heute eine Solaranlage günstig baut, profitiere ja davon, dass die Anlagen dank EEG-Förderung so preiswert geworden seien. Da müsse man zum Ausgleich halt zahlen. Und fast zeitgleich mit dieser Begründung beschließt der Bundestag, den Betreibern von Kohlekraftwerken mehr als 4 Milliarden Euro aus Steuergeldern zu schenken. Eine Recherche für ARD Plusminus vom MDR. (VIDEO ansehen)

Bild zu: Kampf um Stromleitungen

Rücklblick auf Mai 2010: Lange Leitung für den Wind?

Ja, wir brauchen den Ausbau der Stromnetze - aber die neuen Leitungen waren und sind nicht unumstritten, deswegen werden viele inzwischen unterirdisch verlegt. Allerdings: Schon 2019 fiel mir auf, dass die Leitungsfürung nicht nur dazu diente Windstrom zu transportieren, sondern auch dazu, den Weiterbetrieb von Braunkohlekraftwerken trotz zunehmendem Windstrom zu ermöglichen.

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Der Ausbau der Stromnetze, neue Hochspannungsleitungen, ist ein Dauerthema. Weil an Nord- und Ostsee die Windkraft immer weiter ausgebaut wird und sie heute schon mehr Strom erzeugt, als im Norden gebraucht wird. Anwohner wehren sich. Zu Recht? Schließlich werden die Leitungen doch für einen guten Zweck gebaut. Fragt sich nur, ob die Leitungen wirklich vor allem dem Ausbau der Windkraft dienen. Oder? Die Antwort darauf folgt ziemlich am Ende des Beitrages – und zeigt, wie hier, wie so oft, die Öffentlichkeit an der Nase herumgeführt wird. (VIDEO ansehen)

Und hier nun einige wirklich schon fast historische Beiträge rund um das Thema Atomkraft - Kanzlerin Angela Merkel hatte als frühe Amtshandlung den von der RotGrünen Koaliton mit den Konzernen ausgehandelten Atomausstieg rückgängig gemacht. Nach Fukoshima dann wenige Jahre später dann doch den Ausstieg beschlossen. Diese Rolle fückwärts ließen die Besitzer der AKW sich noch einmal gut bezahlen. Aber nun hatten wir ihn wirklich, den Atomausstieg. Hier ein paar Berichte aus dieser denkürdigen Zeit.

Windrichtung am Akw

März 2016: Maroder Reaktor - eine Frage der Psychologie?

2016, Der Atomaussti9eg war bei uns lange beschlossen, machte mal wieder das Belgische Pannen--AKW Tihange von sich reden und den Menschen nahe der Grenze Angst. Hier mal ganz ohne Risiko-Analyse: Psychologie - mit viel Witz :-)

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Ganz nah an der deutschen Grenze betreiben Belgier das AKW Tihange, das vor allem mit Störfällen und unzähligen Rissen im Reaktordruckbehälter von sich reden macht. In der deutschen Grenzregion herrscht Angst. Im belgischen Huy, unmittelbar neben dem Reaktor: Gelassenheit. Sind die Belgier wirklich so "schmerzfrei" oder die Deutschen "panisch"? Als aktueller Reporter für Markt sollte ich mir das mal aus der Nähe anschauen. Wie gehen die Menschen auf beiden Seiten der Grenze mit dem Pannenreaktor um? Wir haben uns bewusst nicht mit der Frage beschäftigt, wie groß die Unfallgefahr nun wirklich ist – das findet sich anderswo. Wir wollten den Mentalitätsunterschied erforschen – und das hat richtig Spaß gemacht! (VIDEO ansehen)

Bild zu: teurer Atomausstieg?

März 2011: Teurer Atomausstieg?

Kaum ist ein Atomausstieg beschlossen, schon läuft die Propagandamaschine: Es wird landauf landab spekuliert, wie furchtbar teuer der nun wird. Belastbare Zahlen dazu gibt es kaum – In den seitdem vergangenen Jahrzehnten haben wir gesehen, dass der Atomausstieg selbst die Stromkosten kaum beeinflusst hat. Das war schon damals absehbar:

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Belastbare Zahlen dazu gab es damals kaum – und die wenigen Berechnungen, die es gab, sagten nur geringe Strompreisanstiege voraus, selbst wenn sie von Atomkraftbefürwortern stammen bzw. von der Bundesregierung vor kurzem noch als Argument für die Laufzeitverlängerung benutzt wurden. Die bislang veröffentlichten Zahlen habe ich zusammen mit H. C. Schultze für Plusminus zusammengetragen. (VIDEO ansehen)

Bild zu: Restrisiko?

Februar 2011: Wie groß ist das Restrisiko

Kurz nach Fukoshime war das Entsetzen groß. Viele Stimmen aber meinten, so etwas kann bei uns niemals passieren. Aber wie sagte schon James Bond: Sag niemals nie

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Ein „größter anzunehmender Unfall“ sei – so erzählte uns die Atomwirtschaft jahrzehntelang – nur alle zigtausend Betriebsjahre zu erwarten. Also so gut wie nie. Inzwischen erlebt die Welt gerade ihren dritten GAU und möglicherweise zweiten Super-GAU. Nun gibt es in Deutschland keine Tsunamis und nur schwächere Erdbeben. Entwarnung? Das kommt darauf an, denn deutsche AKW sind auch nur für schwächere Erdbeben ausgelegt als etwa japanische. Und weder Stromausfälle noch Kühlmittelprobleme sind in Deutschland unmöglich – nicht einmal Vulkanausbrüche. Für Plusminus habe ich in Deutschland mögliche Szenarien vorgestellt und mir die offiziellen Wahrscheinlichkeitsdaten der Atomwirtschaft genauer angeschaut. (VIDEO ansehen)

Noch historischer: Einige Texte, die ich online gestellt habe, als das Internet wirklich noch Neuland war. Wirklich historisch: aber warum sollte ich sie heute löschen?

Eine Frage der 90er Jahre: Kann Atomkraft das Klimaproblem lösen ?
Mitte der 2020er Jahre ist weithin bekannt: Strom aus Atomkraftwerken ist nur rentabel, wenn ihr Bau massiv staatlich subventioniert ist. Die Kosten der atomaren Stromerzeugung sind pro Kilowattstunde bei allen neu gebauten AKW weltweit gut doppelt so hoch, wie Strom aus erneuerbaren Quellen. Das war zu Beginn der Debatte so nicht absehbar. Aber es gab schon lange ein anderes Argument, warum man nicht auf AKW setzen sollte: Obwohl Kernkraft selbst nur indirekt (und sehr wenig) CO2 erzeugt, ist sie in meinen Augen keine Lösung. Um mit Ihr global eine wesentliche Verringerung der Kohlendioxydemission zu erreichen, müßten hunderte von AKWs neu entstehen. Die würden in ihrer Summe dann auch bei optimistischen Statistiken ein erhebliches Unfallrisiko darstellen und insgesamt auch eine nicht mehr zu bewältigende Menge an nuklearem Abfall erzeugen. Weil gerade Schwellenländer nur nachvollziehen, was Industrienationen vorexerzieren, sollten wir unsere knappen Finanzmittel darauf konzentrieren, schnellstmöglich effzientere Kraftwerkstypen und verstärkt regenerative Energiequellen zu nutzen. Schon in den frühen neuziger Jahren hatte ich für die ARD-Redaktion GLOBUS mit Hilfe des Wuppertal-Institutes untersucht, wie ein Ausstieg aus der Atomenergie pdf wirtschaftlich wirden würde. Überraschung: Er würde nicht nur Geld freisetzen um den ökologischen Umbau der Stromversorgung zu beginnen - er wäre auch ohne zusätzliche Kohlendioxydemissionen möglich gewesen. Es hat noch einige jahrzehnte länger gedauert,bis das weitgehend anerkannt und letztlich auch umgesetzt wurde.

Symbol für Strahlung

Manch einer stellt dann die Frage, warum wir aus der Kernenergie aussteigen sollten. Vielleicht bin ich durch eine Jugend in densiebziger und achtziger Jahren geprägt, vielleicht auch durch Harrisburg und Tschernobyl, aber ganz sicher auch durch Recherchen über die Gefahren der Endlagerung PDF Wer langfristig wirklich große Teile der globalen Energieversorgung decken wollte, müsste wegen der doch schnell absehbaren Endlichkeit der Uranvorräte ohnehin schnell in das 'Brüten' und die Wiederaufarbeitung einsteigen - und damit die Probleme noch einmal potenzieren. Und die Kernfusion?PDF Eine ernsthafte Beschäftigung mit deren Abfallproblemen ließ mich auch da ausgesprochen skeptisch werden.

Erdgasbetriebene Kraftwerke gelten heute als 'Reserve' f&uumLr Zeiten, in denen nicht genug Sonne scheint und Wind weht. Zu Beginn der Klimadiskussion hatten Sie noch größere Bedeutung. Sie ereugen aus physikalischen Gründen schon mal erheblich weniger CO2 als Kohlekrafwerke. Und: man kann sie sehr klein bauen und ihre Abwärme zu Heizung verwenden. Damit den Wirkungsgrad weiter massiv erhöhen und den Klimaschaden im Vergleich zu Kohlestrom drastisch verringern. Insofern gab es damals gute Gründe auf Gas zu setzen. Die Kohle-Lobby wehrte sich noch dagegen. Die Art und Weise wie sich die Kohlelobby der SPD gegen die von den Grünen vorangetriebene steuerliche Gleichstellung gewehrt hat, kann nur als energiepolitische Farce gewertet werden.

Haus mit Bergschaden

Welche volkswirtschaftlichen Verrenkungen die Kohle-Lobby in Kauf nimmt, zeigte sich übrigens besonders drastisch beim Streit um den Kohlebergbau unter dem Niederrhein. Das Ende der Zeche Walsum PDF ist inzwischen zwar vollzogen. Aber bis zuletzt hatte die DSK in Kooperation mit der noch SPD-geführten Landesregierung diesen Aberwitz doch vehement vorangetrieben.

Welche Rolle spielte damals Kraft-Wärme-Kopplung? Eine immer noch viel zu Kleine. Die Nutzung der Kraftwerksabwärme zu Heizzwecken macht Heizkraftwerke und BHKWs zur umweltfreundlichsten Möglichkeit mit fossilen Brennstoffen ökologisch sinnvoll Strom zu erzeugen. Auch wirtschaftlich hat Kraft-Wärme-Kopplung selbst in Kleinstanlagen ein gutes Potential: Sofern ganzjährige Wärme-Abnehmer zu finden sind, können sich Blockheizkraftwerke auch gegen Billigstrom behaupten. Manche Unternehmen stellen Ihnen derartige Anlagen per Contracting-Finanzierung in den Keller. Für kleinere Mehrfamilienhäuser und Gewerbebetriebe gibt es übrigens schon seit jahrzehnten ein erstaunliches Mini-BHKW zu kaufen. Mittlerweile, gut 35 Jahre später ist es durch die Fortschritte bei Wärmepumpen aber wohl doch weitgehend obsolet geworden.